Design-Wettbewerb

                     Ideen Wettbewerb / Machbarkeitsstudie - Poschiavo 2019

Philosophie

“Genesis zeigt die Schönheit der Natur und ist gleichzeitig ein Aufruf zum Kampf. Wir dürfen unsere Erde, unser Wasser und unsere Luft nicht länger verschmutzen. Wir müssen jetzt handeln, um unberührtes Land und Meer zu erhalten und die natürlichen Lebensräume uralter Völker und Tiere zu schützen. Und wir können noch weiter gehen indem wir versuchen die von uns verursachten Schäden umzukehren. “ Aus der Ausstellung von Sebastiao Salgado, Museum für Gestaltung, Zürich 2018

Zum Wettbewerb

Der Wettbewerb richtet sich vorwiegend an Studenten und kleinere Architekturbüros. Gesucht wird ein Projektentwurf, der gleichermassen Wert legt auf ein sensibles Verständnis lokaler Architektur und Materialien, auf eine gelungene Einbettung in die Natur, innovative Energielösungen und nicht zuletzt darauf, als ein gemütliches und innovatives Zuhause zu dienen.

im Detail

Das 1923 errichtete frühere Zuhause von Bienen, in den 60er Jahren umgebauten und 1990 in eine renovierte Sommerresidenz umfunktionierte Gebäude, soll neu zu einem ganzjährig bewohnbaren Zuhause für eine Privatperson oder ein Paar werden. 

Das Gebäude besteht aus 2 Stockwerken an je 15 bis 20 m2. Nach Gesetz darf es um 30% der aktuellen Nettogeschossfläche erweitert werden, was erwünscht ist. Die Fläche kann so also auf ca. 45 m2 vergrössert werden. Nebengebäude sollten hingegen 60% der bewohnbaren Gesamtfläche nicht überschreiten, also letztlich ca. 27 m2.


Das architektonische Programm sollte ein Schlafzimmer, einen Büroraum/Büroecke, WC/Dusche, sowie einen Wohn-/Essbereich mit Küche berücksichtigen. Zudem ist die Gestaltung einer Saunalandschaft und einer Garage sehr erwünscht.

Für die Garage darf der Geräteschuppen abgebaut werden.

Andere Gebäude dürfen nicht errichtet werden, da sie sich ausserhalb der „bebaubaren Zone“ befinden.

Rundherum befinden sich 5‘000 m2 Grünfläche, Wald und Felsen. Die Planung der Umgebung mit einem landschaftsarchitektonischen Entwurf ist Bestandteil des Wettbewerbs.

Das Castelet befindet sich direkt an der UNESCO geschützten Berninalinie, die jährlich über eine Million Passagiere durchs Valposchiavo befördert.

Bedingungen

Der Entwurf sollte grossen Wert auf ökologische Aspekte legen. Grundsätzlich verstehe ich darunter den Einbezug von lokalem Know-How und die Verwendung von örtlichen Ressourcen. Womit Kilometer 0 im Bauprozess erstrebenswert ist. Weiter sollten bestenfalls Materialien verwendet werden, die bereits vorhanden sind: 

- Lärche: 285x40cm / 285x28cm / 300x30cm / 110x30cm 

- Nussbaum: 380x48cm 

- Apfelbaum: 210x28cm 

Nur ein Kilometer vom Castelet entfernt befindet sich eine der letzten hydraulisch betriebenen Sägereien von Poschiavo (Complesso artigianale Aino). Da im Tal eine lange Tradition in der Holzverarbeitung existiert, wäre es sinnvoll, die bereits vorhandenen Holzressourcen in der alten Wassersägerei zuschneiden zu lassen.

Das Gebäude sollte zudem weitestgehend autark sein, dies kann beispielsweise mit einer Solaranlage auf der Garage zu erreichen versucht werden.

Vorgehen

Ausgeschrieben wird ein Wettbewerb über eine Dauer von 3 Monaten, von 10. Juni 2019 bis 10. September 2019. 

Status: Abgeschlossen - Projekte in Evaluation 

Herausragende Projekte werden juriert (voraussichtlich Oktober 2019) und wie folgt entlöhnt:


1. Platz: 2‘500.00 CHF

2. Platz: 1‘250.00 CHF

3. Platz: 750.00 CHF

4. Platz: 500.00 CHF


Erwartet werden Grundrisse von Erdgeschoss und Obergeschoss mit der Intervention, ein Situationsplan mit dem landschaftsarchitektonischen Konzept, Ansichten und Schnitte mit und durch die Intervention, sowie eine Visualisierung des Entwurfes (Modell, Rendering, Collage, Skizze)

Bewertet wird nach Originalität, Ökonomie und Nachhaltigkeit.

Die Jury setzt sich zusammen aus:

- Josias F. Gasser (alt Nationalrat und Inhaber der Gasser Baumaterialien AG sowie der Gasser Energy AG

- Cassiano Luminati (Direktor des Polo Poschiavo, Lead Partner und Koordinator des Interreg Alpine Space Projekts AlpFoodway sowie Vertreter der Schweiz in zwei Aktionsgruppen der makroregionalen EU-Strategie für den Alpenraum) 

- Lorenzo Heis (Eigentümer und Initiant des Wettbewerbs)


Zur Kenntnisnahme: Die Rangierung von Projekten und deren Belohnung führt nicht automatisch zur späteren Ausführung. Der Bauherr behält sich die Entscheidungsfreiheit vor.


Unterlagen

Kontakt

Bei allfälligen Unklarheiten erreichen Sie mich wie folgt:

Name: Lorenzo Heis

Telefon: +41 76 519 9676

E-mail: lorenzo.heis@gmail.com

© 2019 Lorenzo Heis

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